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Steuertipp: Im Ausland ist die doppelte Haushaltsführung voll anzuerkennen

Grundsätzlich ist es erlaubt, notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen, als Werbungskosten vom steuerpflichtigen Einkommen abzuziehen. Dafür gilt im Inland eine Grenze von 1.000 Euro monatlich. Muss ein Arbeitnehmer eine Wohnung im Ausland mieten (hier in Enschede in den Niederlanden), so darf das Finanzamt die anzuerkennenden Werbungskosten nicht auf Wohnungsgrößen bis zu 60 Quadratmeter beschränken. Mietet ein Mann eine Wohnung mit einer Fläche von 70 Quadratmeter und zu einem Preis von 1.200 Euro, so muss er es nicht akzeptieren, wenn die Finanzbehörde die absetzbare Höhe auf 60 Quadratmeter begrenzt und anteilig nur 1.032 Euro anerkennt. Eine solche Rechenweise ist im Ausland "schlicht unrealistisch, weil die Unterkunftskosten von den jeweiligen Gegebenheiten im einzelnen Land geprägt sind". (BFH, VI R 20/21) - vom 09.08.2023

Rechtstipp: Mietrecht - Vögel dürfen von Mietern nicht angefüttert werden

Ein Mieter hat nicht das Recht, auf seinem Balkon ein Vogelhäuschen aufzustellen und die Vögel zu füttern. Dadurch drohen erhebliche Verunreinigungen der darunter liegenden Balkone und Markisen mit Futterresten und Vogelkot. Hat der Vermieter den Mieter mehrmals erfolglos aufgefordert, das Füttern zu unterlassen, so kann er den Mieter auf Unterlassung verklagen. Zwar könne nicht vollständig verhindert werden, dass sich grundsätzlich Vögel auf Balkonbrüstungen und Fensterbrettern setzen. In dem Füttern der Vögel liege aber eine erhebliche Erhöhung der Gefahr der Verunreinigung. Und das stelle einen vertragswidrigen Gebrauch der Wohnung dar. (AmG Frankfurt am Main, 33 C 3812/21)